Malawi

Geographie

 

Die Republik Malawi mit ihrer Hauptstadt Lilongwe ist ein Binnenstaat in Südostafrika, was bedeutet, dass das Land keinen Zugang zum Meer hat.

 

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 850 km, während sich die West-Ost-Ausdehnung auf 350 km beläuft.

 

Um Malawi herum finden sich die Nachbarnationen Tansania im Norden, Mosambik im Osten, Süden sowie Südwesten und Sambia im Westen.

 

Malawi verfügt über eine Fläche von 118.484 qkm, wovon 31% aus Wald bzw. Buschland, 25 % aus Wasserflächen, 20% aus Ackerland als auch 15% aus Wiesen oder Weiden bestehen.

 

Das Land liegt nahezu vollständig im Bereich des ostafrikanischen Grabenbruchsystems.

 

Ein nicht unbedeutender Teil Malawis wird vom Malawisee eingenommen, dem neuntgrößten See der Erde. Er ist 560 km lang, bis zu 80 km breit und maximal 704 m tief. Der Malawisee zählt als der fischartenreichste See der Welt. Er wurde 1859 von David Livingstone entdeckt.

 


Bevölkerung

 

Malawi wird von ca. 17 Mio. Einwohnern bevölkert, überwiegend handelt es sich dabei um Menschen aus Bantuethnien.

So leben ungefähr 143 Leute auf einem Quadratkilometer.

Die Amtssprachen von Malawi sind Englisch und Chichewa, aber daneben sind viele weitere Bantu-Sprachen anzutreffen.

Die Lebenserwartung erreicht in Malawi nur etwa 60 Jahre.

Über 86% der Bevölkerung verfügen lediglich über einen eingeschränkten Zugang zu Bildungseinrichtungen sowie Gesundheitsfürsorge.

Außerdem wir eine deutliche Zunahme von Angriffen auf Menschen mit Albinismus verzeichnet.

 

Doch die Bewohner Malawis haben eine sehr lieberale Einstellung, weshalb dort keine religiösen Unruhen herrschen.

82,6% gehören dem Christentum an, 13% dem Islam, 2,5% zählen sich zu den Atheisten, während sich der Rest auf Bahai sowie weitere traditionelle Religionen verteilt.


Wirtschaft

 

Die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich erlangte das demokratische Malawi am 06. Juli 1964.

 

Obwohl das Land frei von Unruhen ist, zählt es zu den ärmsten Volkswirtschaften der Welt, was nicht zuletzt an mangelnden Rohstoffen, aber ebenso am fehlenden Zugang zum Meer liegt, der den globalen Handel erheblich erschwert.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt gerade einmal 295,00 US-Dollar, sodass die Wirtschaft erheblich von finanziellen Zuschüssen abhängt.

Die Haupteinnahmequelle Malawis liegt im Anbau von Tabak, Tee, und Zuckerrohr, was die Situation bei den niedrigen Weltmarktpreisen auf Agrarprodukte verschärft.

Das Mittelstands-Einkommen beläuft sich auf 60,00 Dollar, wird die Grenze von 25,00 Dollar unterschritten, spricht man dort von Mittellosigkeit.

Besonders drastisch ist die hohe Arbeitslosigkeit, die zwischen 80 und 85% schwankt.